Bericht Wanderung Ponitz - Gößnitz 31.10.2016

Genussvolle Wanderung von Ponitz nach Gößnitz mit Baumpflanzung

Die Gesichter der Organisatoren der geführten Wanderung auf dem Lutherweg zwischen Ponitz und
Gößnitz erhellten sich sichtlich, als am späten Vormittag des Reformationstages über 50 Interessierte
in der Ponitzer Friedenskirche Platz nahmen.
Im Grußwort des Altenburger Superintendenten Michael Wegner, das von der Ponitzer
stellvertretenden Bürgermeisterin Ursula Neumann verlesen wurde, war von den Bäumen der
Hoffnung die Rede, die der Reformator erwähnte. Genau solche waren auf dem Lebensgut Cobstädt
bei Gotha erworben worden.
Es nahmen zahlreiche Einheimische teil, aber auch aus anderen Gegenden war man ins Altenburger Land geeilt.
Katrin Lange vom Verein Haus der Elemente betonte, sie freue sich, dass alle Altersklassen gekommen seien.
So wurde in der Kirche mit dem Kinderlied vom kleinen Apfel mit den fünf Stübchen gestartet.
Die Gäste freuten sich zudem an der wundervollen Architektur und Ausstattung der Ponitzer Kirche.
Bestaunt wurden die Namen an den Kirchenbänken, die aus der Zeit um 1734 stammen.

Im Verlauf der Wanderung wurden 2 Bäume in die Lücken der bereits vorhandenen Allee zwischen
Ponitz und Gößnitz gepflanzt. Originell die Baumpaten. Für den Apfel "Kaiser Wilhelm“ auf Ponitzer
Seite übernahm der Stammtisch von Leo's Stube die Patenschaft.
Auf Gößnitzer Seite steht die Goldparmäne. Sie wurde von Bürgermeister Wolfgang Scholz für die Stadt Gößnitz gestiftet.
Angestoßen auf die neuen Obststämme wurde beide Male mit "Luthers Tintenklexx", einem Produkt
der Neudietendorf. Die Spiritouse erinnert an den legendären Wurf mit dem Tintenfaß nach dem Teufel,
den Luther in seiner Studierstube in der Wartburg getätigt haben soll. Den Teufel vertreibt der
Tintenklexx tatsächlich, soviel sind sich die Absolventen der Wanderung sicher. Und in ein paar
Jahren können sie wiederkommen und einen der leckeren Äpfel kosten, die übrigens für alle Pilger an
diesem Stück Lutherweg kostenfrei zur Verfügung stehen werden.
Kräuterfrau Heidrun Diringer aus Ibenhain zog unterwegs schon die Leute und vor allem die Kinder
an, wenn sie zeigte, was man so alles essen kann. Ferdinand aus Zwickau hatten es vor allem die
Brennnesseln angetan. "Wenn man nur beherzt genug zugreift, spürt man die Wirkung der kleinen
Nesselhaare kaum.", so Diringer. Als Gemüse oder Tee können die Brennnesseln den Speiseplan
Beträchtlich erweitern. Darauf wurde gleich ein gutes Schlückchen selbst gekelteter Lutherwein genossen.
Die Schönauer Backfrau Christina Reißig hatte Lutherbrot aus ihrer Heimat, dem Wartburgland, im
Gepäck."Diesmal habe ich kleine Schinkenwürfel mit in den Teig gemacht. Der Reformator war ja
Speis und Trank nicht abgeneigt, wie es uns überliefert ist."
Die Veranstaltung war ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt der Stadt Gößnitz,der "Schönauer Backfrau" Christina Reißig,
Kräuterfrau Heidrun Dinger und dem Verein "Haus der Elemente"e.V.
Katrin Lange vom Haus der Elemente: "Ich bedanke mich im Namen der Organisatoren bei allen
Helfern, dem Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera, der FFW Gößnitz und unseren Gästen."
Text Dirk Koch