Bericht Pilgerauftakt 2018 in Zeitz

Am Samstag (27. Januar 2018) trafen sich etwa 35 Pilger aus den drei mitteldeutschen Bundesländern, um sich über Möglichkeiten des gemeinsamen Unterwegssein in diesem Jahr zu informieren.
Die AG Mitteldeutsche Pilgerwege, die Region Mitteldeutschland in der Deutschen St. Jakobusgesellschaft e.V. (DSJG) und die Jakobusgesellschaft Sachsen-Anhalt hatten dazu in die ehemalige Bischofsstadt Zeitz eingeladen.
Nach einer Andacht mit Führung im Katholischen Dom St. Peter und Paul, begrüßten Dagmar Schlegel, Regionalbeauftragte der DSJG und Jacqueline Windolph Mitglied des Präsidiums der Jakobusgesellschaft Sachsen-Anhalt, die Anwesenden im Saal des Pfarrzentrums.

Der Pfarrer der Gemeinde, Thomas Friedrich, führte die Pilger dann in das Leben des Zeitzer Bischofs Julius Pflug (1499-1564), der in der Zeit der Reformation um Ausgleich und Anerkennung der jeweils anderen Konfession bemüht war. Pflug, von dem sogar Martin Luther anerkennend sagte: “Er hätte zum Papst getaugt“, war damit leider ein Einzelkämpfer in den damaligen Zeiten.
Heute sind es gerade auch die Pilger, die Ökumene und das Miteinander der Konfessionen leben.
Anschließend berichtete Michael Bartnik aus Leipzig von einer Pilgerwanderung, die Ihn und seinen Sohn über die ehemalige innerdeutsche Grenze von Vacha bis fast nach Fulda führte.
Gestärkt durch eine Kartoffelsuppe ging es dann auf Stadtpilgergang durch Zeitz.
Andreas Exler, Mitglied der Pfarrgemeinde und Stadtführer, stellte den Pilgern aus nah und fern seine Stadt vor, deren ehemalige Bedeutung und Schönheit man heute noch an einigen Stellen erkennen kann. Besonders beeindruckend war die Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters, aber auch Rathaus und Michaeliskirche gehörten zum Rundgang.
Ein Moment des Gedenkens legten die Pilger an der Erinnerungssäule zum Tod von Pfarrer Osker Brüsewitz ein, der mit seinem Freitod gegen die Repressalien der DDR protestierte.
Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Vorstellung der Touren des Ökumenischen Samstagpilgern in jedem der drei mitteldeutschen Bundesländer.
Auch in Gemeinden, zum Beispiel in Leipzig und Zwickau, sowie im Altenburger Land kann man sich Pilgergruppen anschließen. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Website www.pilgern-in-mitteldeutschland.de.
Zum Abschluss des informativen Tages beteten die Pilger gemeinsam mit Diakon Thomas Nimpsch im Dom die Vesper und gingen mit dem Pilgersegen in dieses nun angebrochenen Pilgerjahr 2018.
Dagmar Schlegel Rackwitz 28. Januar 2018